Presseberichte ...
-
Barmherzige Brüder Straubing (21.1.2012)
Strukturen verändern sich. Neben den traditionellen Gruppenleitungen gibt es zunehmend auch neue Leitungsstrukturen. Dabei werden mehrere Gruppen und Teams einer Leitung unterstellt. Anforderungen wie Einhaltung von Qualitätsstandards, umfangreiche Dokumentation, weniger finanzielle Ressourcen, wachsen. Die Leitungsrolle auf der unteren Hierarchieebene fordert einen Balanceakt zwischen Kollegialität und Führung und steht im Spannungsfeld der Erwartungen von Mitarbeitern, Menschen mit Behinderung und Vorgesetzten. Die Barmherzigen Brüder haben diesen Bedarf erkannt und bieten zum wiederholten Mal in Kostenz eine entsprechende Weiterbildung für diese Mitarbeitergruppe an. Am Samstag, 21. Januar 2012 konnten die beiden Wohngruppenleiterinnen Angela Berger und Sabine Kaspar, Nachtdienstleiter Günter Hilse und die Teamleiter der Werkstatt für behinderte Menschen, Thomas Meinzinger und Markus Simeth, ihren erfolgreichen Abschluss der Weiterbildung feiern.
In mehreren Kurswochen und Supervisionstagen konnten die Teilnehmer ihre Rollenidentität, die Kooperation- und Konfliktfähigkeit und die Bereitschaft zur Selbstreflexion stärken.
Die beiden Bereichsleiterinnen für Arbeit und Wohnen, Anna Rieg-Pelz und Sabine Scheiblhuber, Produktionsleiter Alfons Weiderer und Wohnheimleiterin Anne Horn gratulierten den Teilnehmern zu ihren erfolgreichen Abschluss.
-
Barmherzige Brüder Straubing (19.11.2011)
Hohe Auszeichnung für Hermann Hendlmeier
Die Barmherzigen Brüder haben in ihren Generalstatuten festgelegt, dass sie Personen und Gruppen an den geistlichen Gütern des Ordens teilhaben lassen können und der Generalprior im Namen des ganzen Ordens natürliche und juristische Personen durch die Ehrenbruderschaft ihrer Gemeinschaft angliedern können.
Am Samstag, den 19. November 2011 wurden in der St. Pius-Kirche im Krankenhaus Regensburg von Pater Provinzial Frater Emerich Steigerwald im Jahr der Familie des heiligen Johannes von Gott zehn Frauen und Männer mit dieser selten verliehenen Auszeichnung in die Reihe der Ehrenmitglieder aufgenommen. Es sind Persönlichkeiten, so Pater Provinzial, die dem Orden seit Jahren vertraut sind und die die Brüder schätzen, da sie mit ihnen das Charisma der Hospitalität des heiligen Johannes von Gott auf verschiedene Art und Weise teilen, sodass immer die Gastfreundschaft, die menschliche Begegnung, die Zuwendung, die Achtsamkeit und die verantwortliche Mitgestaltung in der ganzheitlichen Sorge für den Menschen vermittelt wird, sei es durch Gesten, Worte und Werke, wie sie von der Dienstgemeinschaft als Wertegemeinschaft wertschätzend ausgedrückt werden.
Unter den Geehrten befand sich auch Hermann Hendlmeier, der über 37 Jahre der Ordensgemeinschaft als Leiter der Landwirtschaft in der Äußeren Passauer Straße vorbildlich und exzellent diente.
Unabhängig von der individuellen Arbeitsleistung ist die Ernennung zum Ehrenmitglied aber auch der Tatsache geschuldet, dass die Brüder mit diesem Akt ihre große Anerkennung und ihren besonderen Respekt ausdrücken wollen, dass die Geehrten mit dem Orden in besonderer Wegegemeinschaft im Auftrag und der Sendung der Hospitalität zum Wohl und zum Segen der Menschen in Krankheit, Hilfsbedürftigkeit und Not unterwegs waren.
Die Geehrten erhielten neben einer von Pater Generalprior Donatus Forkan und Frater Josémaria Chávarri, dem Generalsekretär des Ordens, unterzeichneten, kunstvoll gestalteten Urkunde, den Ring der Ordensbrüder als Symbol der Verbindung mit der Ordensgemeinschaft, sowie ein Buch über das Leben des heiligen Johannes von Gott, die Charta der Hospitalität, einen Granatapfel, das Symbol der Barmherzigen Brüder, sowie eine DVD mit dem Titel „Das neue Gesicht des Ordens".
Nach dem Festgottesdienst trafen sich die neuen Ehrenmitglieder mit ihren Familienangehörigen, den Ordensbrüdern und den Gästen zu einem gemeinsamen Mittagessen und nutzten dabei auch die Gelegenheit, viele, seit Jahrzehnten bestehende Kontakte in Gesprächen aufzufrischen und zu vertiefen.
Hans Emmert
Geschäftsführer
-
Barmherzige Brüder Straubing (1.1.2011)
Europa vernetzt
Europäisches Partnertreffen in Straubing
Unter dem Motto „Ein guter Service" trafen sich vom 14. November 2011 bis 18. November 2011 rund 40 Teilnehmer aus ganz Europa zum ersten Treffen einer von der EU geförderten Leonardo da Vinci - Partnerschaft. Menschen mit und ohne Behinderung aus Deutschland, Irland, Österreich, Polen und Spanien aus Einrichtungen der Behindertenhilfe der Barmherzigen Brüder trafen sich, um über berufliche Bildung für Menschen mit besonderem Lernbedarf zu sprechen und Kontakte zu knüpfen.
Am ersten Tag des Treffens stand das Kennenlernen im Vordergrund. Wo kommen die Teilnehmer her? Wo leben und arbeiten sie? Auf einer großen Europakarte schlugen die Teilnehmer Nägel an ihre Standorte ein und verknüpften sie anschließend mit einem Faden – das erste Netzwerk!
Im weiteren Verlauf des Treffens wurden die beruflichen Ziele der Teilnehmer besprochen und dargestellt, oder Themen aus dem Bereich „Dienstleistung" mit unterschiedlichen Methoden bearbeitet. In Arbeitsgruppen wurde das Thema „Hygiene" besprochen, diskutiert und anschließend präsentiert. Außerdem konnten die Teilnehmer in Workshops verschiedene Tätigkeiten wie Tisch decken, Essen anrichten, richtiges Portionieren oder Suppe einfüllen trainieren. Am Ende gab es für den erfolgreichen Abschluss der Workshops den „Goldenen Löffel". Für alle Teilnehmer war es wichtig zu erfahren, wie in den Einrichtungen der anderen Länder gearbeitet wird, welche Schwerpunkte gesetzt und umgesetzt werden.
Neben der vielfältigen inhaltlichen Arbeit gab es aber auch stille Momente. An einem Tag wurde ein Morgenimpuls zum Thema „Das Herz befehle" vorbereitet, bei dem die Teilnehmer gemeinsam ein Herz gestalteten.
Ein Einkaufsbummel durch Straubing und die Besichtigung der Einrichtung in der Äußeren Passauer Straße standen auf dem Programm bevor es zum spannenden Abschluss des Treffens kam – die Überreichung der Zertifikate! Fritz Geisperger, der in Vertretung des Oberbürgermeisters gekommen war, überbrachte die Grüße der Stadt Straubing und freute sich über dieses europäische Projekt. Für ihn stellt eine solche Aktion eine Möglichkeit dar, zur Völkerverständigung beizutragen. Auch Vertreterinnen der Berufsfachschule für sonderpädagogische Förderung waren gekommen und freuen sich über regionale Kontakte und Zusammenarbeit mit der Einrichtung in Straubing.
Am Ende der Projekttage wurde ein europäischer Abend gefeiert bei dem der europäische Gedanke nicht nur im Essen und in der Dekoration deutlich wurde, sondern auch in den Liedern, Tänzen, Gesprächen und nicht zuletzt in der ausgelassenen und fröhlichen Atmosphäre.
Das europäische Projekt dauert noch bis 2013 an und wird weitere Treffen in den anderen Ländern folgen lassen. Kontakte können vertieft werden, neue Inhalte gelernt und das geknüpfte Netzwerk gefestigt werden.